Malernationalteam trift sich in Dresden

DSC_0709An Bord der „MS Bad Schandau“ begrüßte der Landesinnungsmeister des Fachverbandes Farbe Gestaltung Bautenschutz Sachsen, Michael Eichler, die Maler-Nationalmannschaft. Aktive wie ehemalige Mitglieder des Nationalteams trafen sich zu einem zweitägigen Erfahrungsaustausch in „Elb-Florenz“.

Bei einem Stadtrundgang zeigten sich die jungen Maler und Malerinnen beeindruckt von der Aufbauleistung und Farbgestaltung. Kritische Fragen, auch was die aktuellen politischen Vorgänge angeht, standen dabei ebenso im Brennpunkt, wie die Rekonstruktion der historischen Fassungen von Fassaden und Raumschalen.

In der Sächsischen Bildungsgesellschaft für Umweltschutz und Chemieberufe Dresden mbH (SBG) hieß Geschäftsführer René Günthel die Teammitglieder willkommen und stellte die vielfältigen Bildungsangebote der Einrichtung vor. Bereichsleiterin Ines Jeschke, selbst Malermeisterin, berichtete über das europäische Qualifizierungsnetzwerk „PaintingSkillsNetwork“, an dem die SBG aktiv beteiligt ist. Den Mitgliedern des Maler-Nationalteams gab sie interessante Einblicke über den Ausbildungsstand der europäischen Nachbarn.

Unter der Schlagzeile „Ton angeben statt nur mitmischen“ zeichnete Dipl. Ing. Innenarchitektin Eva Helterhoff vom Caparol FarbDesignStudio den Weg von der Idee zum Trend auf. Anschaulich referierte sie über den Wunsch nach Individualität in der digitalen Welt, der die eigene Handschrift des Gestalters herausfordert. Die Wertschätzung echter Handwerksarbeit sei wieder gefragt, Unikate lägen im Trend.
Farbe, Struktur und Oberfläche in Einklang zu bringen, sei das Erfolgsrezept guter Gestaltung und professionellen Handwerks, gab sie den Malern und Malerinnen mit auf den Weg.

Farben und Natur in Einklang zu bringen, Ressourcen zu schonen und nachhaltig zu wirtschaften, waren die Stichworte für die Vorstellung von CapaGeo, einer neuen, umweltschonenden Produktlinie für Innenfarben und Lacke. Franz Xaver Neuer, technischer Leiter von Caparol, erläuterte den Nachwuchstalenten des deutschen Maler- und Lackiererhandwerks, wieviel Einsparpotential von Erdöl in den neuen Produkten aus nachwachsenden Rohstoffen liegt. Farben und Natur in Einklang zu bringen, das sei der zukunftsweisende Weg für junge Maler und Malerinnen.

Bei einem „Round-Table-Gespräch“ tauschten die Teammitglieder ihre nationalen und internationalen Erfahrungen aus. Johann Seifert aus Burkhardtsdorf in Sachsen,
Gewinner einer „Medaillon of Excellenz“ bei den EuroSkills 2016 in Göteborg, schilderte seine Eindrücke vom europäischen Berufswettbewerb.

Antje Harz, Reihnland-Pfalz und Nina Thielvoldt, Hamburg, nahmen ihre Kollegen und Kolleginnen mit auf eine Bilderreise nach Ruanda. Dort arbeiteten die Nationalteammitglieder mit jungen Malern und Lackierern aus Rheinland-Pfalz und Berufsschülern aus Ruanda zehn Tage lang bei der Ausgestaltung von Klassenräumen und einer Küche für körperbehinderte Kinder.

Der Präsident des Bundesverbandes Farbe Gestaltung Bautenschutz, Karl-August Siepelmeyer, der eigens nach Dresden gereist war, um Johann Seifert für seine Leistungen bei den EuroSkills 2016 auszuzeichnen, zeigte sich von den Aktivitäten,

Ideen und Visionen des Maler-Nationalteams beeindruckt. Er dankte den aktiven wie den ehemaligen Teammitgliedern für ihren Einsatz als Botschafter des Maler- und Lackiererhandwerks und wünschte für die Vorbereitungen zur Teilnahme an den EuroSkills 2018 in Budapest gutes Gelingen.

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8. Mai 2017